Muße-Kuss
 

Schreibglück und Schreibqual
Schreiben - nicht nur ab und zu sondern hauptsächlich - abhängig und unabhängig von einer Veröffentlichung. Ich entschied mich für ein Dasein in Muße und im selben Augenblick für das Schreiben. So weit es mir möglich sein könnte.

"Nun lies uns vor, was du gestern so hingebungsvoll geschrieben hast".... "...Ich bin noch nicht fertig damit, ich habe es 'unter Diktat' geschrieben. Ich muss es morgen im Tageslicht noch einmal lesen."
(In: Gisela Dischner: Wörterbuch des Müßiggängers, Aisthesis 2009, S. 252)

Publikationsliste
Gerlinde Knaus: Ausgewählte journalistische Publikationen (Schwerpunkte Bildung, Frauenforschung, Wissenschaft)

Textproben - eine Auswahl

"Verrückt in eine neue Perspektive"
Das schöne Gespräch.


"Schweden lernen anders"
(Welt der Frau, 3/2009)

"Wörterbuch des Müßiggängers"
(Rezension, diestandard.at , 25. 8. 2009)

Die Kunst, nichts zu tun. Frauen und Muße.
("Dreieck", Titelgeschichte, Juli 2009)

"Lachen im Keller"
(Falter, 5/05)


Pflanz mit Bäumchen
(Falter, März 2005)

Laus im Schafspelz
(Falter, April 2005)

Der Baby-Pisa-Test
(Wien Falter, 12/2005)

Texte, unveröffentl.

"Wir schlafen nicht" (Rezension)

"GrazGedankenGries"

"Dann bist du eine Woche tot".

 

 


Die Nachtigall singt.
Mit meiner Familie
sitz ich beim Essen.
(Haiku Dichterin Sonome)

Ein "Haiku" ist eine meditative, japanische Gedichtform. Der Dreizeiler besteht aus 5/7/5 Silben. Es beschreibt traditionell ein Bild oder ein Naturphänomen. Es gibt auch freie Formen ohne Vorgaben. Ohne Rhythmus. Ohne Reim. Ganz schlicht. Sie erklären nichts, sie zeigen etwas und lassen genug Spielraum für die eigene Interpretation des Betrachters. Wie im Zen-Buddhismus gibt es auch im Haiku nur eine Zeit, das Jetzt, und einen Ort, das Hier. Haikus dichten ist eine mußevolle Beschäftigung. Wir Mußekünstlerinnen lieben diese einfache Form der Lyrik - wie sich beim gemeinsamen "Mußizieren" in St. Virgil immer wieder zeigt.

Glocken läuten fern.
Langsam schreiten wir vorwärts.
Ringend nach Balance.

Menschengeplapper.
Sei willkommen Angela.
Fühl dich wohl bei uns.

Sie gehen rückwärts.
Menschenleere Terrasse.
Zwei Häuschen am Berg.


Ein "Elfchen" ist ein kurzes Gedicht, das gerne in der Schule und in der Schreibwerkstatt eingesetzt wird. Es besteht aus elf Wörtern, die in festgelegter Folge auf fünf Zeilen verteilt werden.

Zeit
ich koche
ein weiches Ei
vier Minuten ohne Uhr
Bauchgedanken